Von Weihnachten lernen – Kurzartikel vom 26.12.2013

Von Weihnachten lernen – Kurzartikel vom 26.12.2013

Zunächst sollten Sie Ihre Einstellung zu Weihnachten überprüfen, ob Sie hier überhaupt etwas Positives ableiten können, das Sie auch für lernenswert erachten.

Wenn wir dann auf den Ursprung unseres Weihnachten schauen, so beginnt dieses Ereignis mit der Geburt eines Kindes. Abgesehen vom dem für Christen hoch bedeutungsvollen Aspekt der Menschwerdung Gottes, finden wir hier einen wunderbaren Startpunkt vor. Sogar den Beginn einer neuen Zeitrechnung.

 

Und mit jedem Weihnachtsfest setzen wir in unserer Gesellschaft einen solchen Startpunkt. Wir nehmen uns drei Tage eine Auszeit, um an diese Geburt zu denken. Wir lassen Schreibtisch und Tablet einmal hinter uns, wenden uns anderen Dingen zu. Familie, Freunde, Vernachlässigtes. Wir können neue Kraft schöpfen und wieder neu sortieren, bereits eingeschlagene Wege überdenken und ggfl. anders fortsetzen.

 

Weihnachten rüttelt Menschen wach – erzählt eine unglaubliche Geschichte! Es veranlasst Menschen, aus ihrem gewohnten Umfeld auszubrechen und neue Horizonte zu suchen. Ob es wie damals die Hirten oder Sternkundigen waren, sind es heute Menschen, die an ihren Ideen feilen, die Visionen entwickeln und sie aus einem Nullpunkt heraus vorantreiben – bis zur Reife bringen.

 

Weihnachten hat das Potenzial, eine ungeahnte Energie freizusetzen, die im Alltag unbeachtet vor sich her glimmt, und doch niemals Feuer fängt – würde man nicht die Gelegenheit erhalten, auszusetzen, zu pausieren, raus aus dem gewohnten Prozedere gerissen zu werden.

 

An Weihnachten erfahren wir eine wunderbare Stärkung unseres Selbst. Ausgehend von einer Geburt, die die Möglichkeit beinhaltet, mich mit Freude über dieses Ereignis anzustecken und mit dieser Freude gestärkt an meine Aufgaben heranzugehen, die nach der kurzen Auszeit wieder auf mich warten. Ich habe es in der Hand, wie ich diese Anforderungen nutze und sie in den kommenden Monaten in die Tat umsetze. Ich kann aus dieser Freude heraus, einen Blick auf meine Ressourcen werfen und überprüfen, welche ich davon einsetzen mag. Und ich kann ausloten, wo ich Bedarf habe, Defizite auszugleichen und mich weiterzuentwickeln. In jeder Geburt liegt der Zauber von einzigartig Neuem, etwas, was täglich heranreift.

 

Welches Potenzial entdecke ich in mir, das ich weiterentwickeln möchte?

Es liegt an mir, wie ich die Geschehnisse der Weihnachtstage auf mich wirken lasse und welche Elemente ich davon in mein Leben – ob beruflich oder privat – übertrage. Zu lernen gibt es jedenfalls überzeugend Vieles.

 

Es grüßt Sie recht herzlich
Wolfgang M. Ullmann

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